
Wenn ich an mein erstes Badezimmer renovieren denke, bekomme ich heute noch feuchte Hände. Es war eine winzige Kammer von kaum vier Quadratmetern, die nach alter Fliesenfarben aus den Neunzigern roch. Ich stand da mit einem Glas Rotwein und einer völlig falschen Vorstellung davon, was mich erwartet. Die größte Hürde war nicht die Abwägung zwischen einer neuen Dusche oder einer Badewanne, sondern die schiere Platznot. Jeder Handgriff musste sitzen, denn für überflüssige Dekoration war schlicht kein Raum. Also entschied ich mich für eine bodengleiche Dusche mit einer schlichten Glastür und ließ die Fliesen in hellem Beige verlegen, was den Raum optisch sofort öffnete. Das war mein erster echter Kompromiss, aber einer, der sich gelohnt hat.
Mein zweites Badezimmer renovieren fand in einer Altbauwohnung statt, und da wurde es richtig spannend. Die Wände waren schief, der Boden wellig, und die alten Wasserrohre mussten komplett erneuert werden. Ich hatte mir eine freistehende Badewanne gewünscht, aber der Installateur sah mich nur müde an und erklärte mir, dass das statisch nicht möglich sei. Wir einigten uns dann auf eine eingebaute Wanne mit einer schönen Holzverkleidung, die ich später mit einem schmalen Regal für Handtücher kombinierte. Die größte Lehre war: Sei bereit, deine Träume an die baulichen Gegebenheiten anzupassen. Ein flexibler Geist hilft mehr als jede noch so teure Designvorlage. Und ich lernte, dass ein guter Handwerker Gold wert ist, auch wenn er manchmal drei Wochen Verspätung hat.
Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist die Aufbewahrung. In meinem aktuellen Bad habe ich einen schmalen Schrank unter dem Waschbecken eingebaut, der genau auf das Maß der Nische zugeschnitten ist. Darin verstauen ich Putzmittel, Reservehandtücher und sogar eine kleine Kiste mit Gästeartikeln. Aber das reicht oft nicht, besonders wenn man Gäste auf dem Sofa schlafen lässt. Dann braucht man plötzlich Platz für frische Bettwäsche oder ein zusätzliches Kissen. Genau hier zeigt sich, wie clever ein Badezimmer renovieren sein kann: Ich habe einen Haken für eine Leinentasche an der Türinnenseite montiert, in die ich schnell alles stopfen kann, was nicht nass werden darf. Weniger ist mehr, aber ein bisschen Ordnung ist überlebenswichtig.
Wenn ich heute auf mein kleines Bad zurückblicke, denke ich an die Nächte, in denen Freunde auf meiner ausklappbaren Couch übernachtet haben. Die Couch war eine schmale, aber mit einem guten Mechanismus versehene Sitzgelegenheit, die sich abends in ein Bett verwandelte. Sie hatte eine einfache, aber robuste Konstruktion, die man mit einem Handgriff umklappen konnte. Die Matratze war dünn, aber ich legte eine zusätzliche Decke drunter, um den Komfort zu verbessern. Ein Badezimmer renovieren berührt dann auch das Wohnzimmer, weil man plötzlich überlegt, wo die Gäste ihre Sachen ablegen sollen. Ich installierte einen kleinen Wandspiegel und eine Ablage für Zahnputzbecher direkt neben der Tür, damit niemand durch die ganze Wohnung laufen muss. Das sind die Details, die den Unterschied machen.
Ein echter Gamechanger war für mich das Thema Beleuchtung. In meinem ersten Bad gab es nur eine nackte Glühbirne an der Decke, die alles in ein fahles Licht tauchte. Bei meinem zweiten Badezimmer renovieren habe ich dann drei verschiedene Lichtquellen verbaut: eine helle Deckenlampe für die Grundbeleuchtung, zwei Spots über dem Spiegel für die Rasur und eine indirekte LED-Leiste unter dem Schrank für eine gemütliche Atmosphäre am Abend. Das kostete nicht viel, aber die Wirkung war enorm. Ich kann nur jedem raten, das Licht nicht zu unterschätzen. Es verändert den gesamten Raumeindruck und hilft sogar, kleine Flächen größer wirken zu lassen. Achte auf warmweiße Töne, die schmeicheln, statt kaltes Licht, das alles ungemütlich macht.
Die Materialwahl ist ein weiteres Feld, auf dem ich Lehrgeld bezahlt habe. Anfangs wollte ich alles in glänzendem Weiß, aber der Fliesenleger riet mir zu einer matten Oberfläche, weil sie weniger schnell verschmutzt. Recht hatte er.