Ich hab mich lange gesträubt, ehrlich. Ein begehbarer Kleiderschrank klang für mich immer nach Luxus, den ich mir in meiner 65-Quadratmeter-Wohnung vom Wedding nicht leisten konnte.
Aber dann kam der Punkt, an dem mein Schlafzimmer mehr nach Lagerhalle aussah als nach einem Ort der Erholung.
Klamotten stapelten sich auf dem Sessel, Schuhe blockierten den Weg zum Bett, und die Wäsche hatte sich in den Ecken breitgemacht. Da hab ich kapiert: Es geht nicht um Quadratmeter, sondern um clevere Aufteilung. Ich hab einfach eine Ecke des Schlafzimmers mit zwei Gipskartonwänden abgetrennt, eine schlichte Schiebetür aus Milchglas davor gesetzt – und plötzlich hatte ich einen begehbaren Kleiderschrank, keine zwei Quadratmeter groß, aber mit Platz für alles. Der Raum atmete richtig durch.